von Stephanie Petschnik
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Wenn die Nase läuft
und die Augen jucken

Der Frühling und Frühsommer kann für Allergiker eine echte Herausforderung sein. Gräserpollen sind jetzt besonders aktiv und die Beschwerden lassen oft nicht lange auf sich warten.

Person mit Mütze niest in ein Taschentuch, Park mit Bäumen im Hintergrund

Was passiert eigentlich im Körper?

Bei einer Allergie stuft das Immunsystem harmlose Stoffe – wie Pollen – fälschlicherweise als Gefahr ein. Daraufhin wird ein Botenstoff ausgeschüttet: Histamin. Antihistaminika setzen genau hier an. Sie blockieren die Andockstellen für Histamin im Körper. Das bedeutet: Histamin ist zwar noch vorhanden, kann aber keine Beschwerden mehr auslösen.


Antihistaminika: lokal oder systemisch?

Lokale Antihistaminika (z. B. Nasensprays oder Augentropfen) wirken direkt am Ort der Beschwerden. Sie sind besonders zur geziel­ten Behandlung von Symptomen sinnvoll und können schnell Linderung bringen.

Systemische Antihistaminika (z. B. Tabletten oder Tropfen) wirken im ganzen Körper, hel­fen bei mehreren gleichzeitig auf­tretenden Beschwerden und werden meist einmal täg­lich eingenommen. Viele Allergietabletten machen müde, es gibt jedoch heutzutage auch neue Wirkstoffe, die diese Wirkstoffe nicht mehr haben. Fragen Sie uns!

Antihistaminika wirken am besten, wenn sie regelmäßig eingenom­men werden und nicht erst, wenn die Beschwer­den sehr stark sind. Auch im Alltag können Sie einiges tun:

  • Gesicht und Augen zwischendurch ab­spülen: Das entlastet nicht nur abends, sondern auch tagsüber. Das entfernt Pol­len und beruhigt gereizte Haut und Augen.
  • Eine Nasenspülung mit Salzlösung kann Pollen aus der Nase entfernen und die Schleimhäute beruhigen. Gerade nach einem Tag im Freien empfinden viele das als sehr angenehm.
  • Eine einfache Sonnenbrille hält als Schutz­schild einen Teil der Pollen von den Augen fern. Besonders bei Wind kann das spürbar entlasten.
  • Pollen sammeln sich auch dort, wo man es nicht direkt sieht, nämlich in der Bettwäsche. Ein häufigerer Wechsel der Bett­wäsche kann helfen, die nächtliche Belastung zu reduzieren.
  • Es gibt spezielle Pollenschutzgitter für Fenster, die bis zu 90 % der Partikel abfangen können.
  • Trocknen Sie Ihre Wäsche während der Flugzeit Ihrer Allergene ausschließlich drinnen oder im Trockner. Feuchte Wäsche zieht Pollen aus der Luft förmlich an und speichert sie in den Fasern.
  • Richtig lüften – je nach Umgebung! Auf dem Land eher abends lüften, in der Stadt besser morgens.
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